Wilderness DiaryThe Diary of the European Wilderness Society Volunteers

Skifahren in der Zeit des Lockdowns

Hello! I thought I would do a little German post seeing as we’re in Austria and that one of the key parts of being a volunteer abroad is learning the local language (although I’m not quite sure how much of the local Lungau dialect I understand still!). So here goes my winter update…

Letztes Jahr habe ich während Herbst darauf sehr gefreut, in Winter Skifahren zu gehen. Jedoch hatte ich damals gleichzeitig Angst davor, dass die Skigebiete wegen der Pandemie geschlossen bleiben würden. Im Lungau gibt es insgesamt vier Skigebiete und in normalen Zeiten würden wir von der Auswahl des Skigebiets sehr verwöhnt werden. Zum Gluck haben die Skigebiete für die Einheimischen aufgemacht und wir konnten ein bisschen Spaß auf die Piste haben!

Weihnachten wie nie zuvor

Während der Winterferien musste ich wegen Corona in Österreich bleiben. Zunächst war ich ein bisschen traurig, dass ich nicht wieder nach Großbritannien für Weihnachten fahren konnte und mein erstes Weihnachten weg von Zuhause verbringen würde. Trotz der Abwesenheit meiner Familie war ich doch nicht allein. Nick und Jonas haben auch entschieden, in Österreich zu bleiben, weil es einfach zu kompliziert war, wegen Corona nach Zuhause zu fahren. Nach Quarantäne Zuhause und in Österreich wäre fast die Hälfte der Winterferien schon verschwunden. Also wir hatten uns sowieso erwartet, dass die heurige Winterferien anders als die vorherigen Weihnachten wäre und wir in Österreich das Beste daraus machen würden.

Sie war definitiv anders, aber anders bedeutet nicht immer schlechter. Im Vorfeld des Weihnachten hatten wir nur einen Soft-Lockdown hier in Österreich, aber als wir Weihnachten immer näher gerückt sind, hat sich die Lage in Österreich verschlechtert und deshalb hat die Regierung angekündigt, dass wir nach Weihnachten wieder in harten Lockdown gehen würde. Dieser würde knapp drei Tage nach dem verzögerten Anfang der Skisaison in Kraft treten. Nachdem wir schon den Anfang der Saison verpasst haben, hatte ich damals Angst davor, dass das den Schluß für die heurige Skisaison bedeuten würde. Das wäre nicht vorstellbar gewesen, dass wir hier im El Dorado des Skifahrens wohnen und nur drei Tage heuer Skifahren gehen konnten.

Spaß im Schnee

Österreich ist sehr abhängig von seinem Skiindustrie und deswegen war es vielem unfassbar, dass die Regierung die Skigebiete zwingen würde, zuzumachen. Während die Skilifte in fast ganz Europa stillgestanden haben, wurde die Entscheidung getroffen, dass der Skibetrieb nicht direkt vom harten Lockdown betroffen wurde und weitergehen konnte! Nun konnte die Winterferien richtig starten!

In der Gegend um Tamsweg gibt es vier Skigebiete: Katschberg-Aineck, Fanningberg, Großeck-Speiereck und Obertauern. Obertauern war mit Abstand am größten. Allerdings nachdem wir die anderen Skigebiete entdeckt haben, habe ich herausgefunden, dass die anderen kleineren Skigebiete auch ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften hatten. Leider war nicht jeder Skilift in Betrieb und deshalb war nicht jede Strecke und jede Piste fahrbar. Jedoch waren wir bereits verwöhnt, wir dürfen Skifahren in der Zeit des Lockdowns gehen, also konnten wir uns nicht darüber beschweren. Fast niemand war auf die Pisten und es hat uns sehr oft gefühlt, als ob das ganze Skigebiet uns gehört hat.

Neue Erfahrungen

Man kann nicht nur Spaß auf den Pisten haben, sondern auch abseits der Pisten. Bevor ich nach Tamsweg gekommen bin, war ich nie wirklich abseits der Pisten Ski gefahren, aber nach einer Wintersaison im Lungau ist die Situation ganz anders.

Die klirrende Kälte, sehr oft unter -10° tagsüber, hat uns gezwungen, eine Methode zu finden, mit der wir aufwärmen konnten. Das hat dazu geführt, die Wälder und den Tiefschnee zu erkunden. Während der Saison haben wir jede Menge wunderschöner Pulverschnee bekommen, den ich später zu lieben gelernt habe. Ich muss ehrlich sagen, dass es am Anfang sehr anstrengend war, im Tiefschnee zu fahren, doch war es gute körperliche Bewegung. Aber nichtsdestotrotz, wie man sagt, Übung macht den Meister. Ich war nicht annähernd ein Meister und bin immer noch nicht, aber nach einer kurzen Weile war ich auf einem ausreichend guten Niveau und Skifahren abseits der Pisten hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Gefühl war einfach traumhaft, durch die Wälder in Fanningberg zu fahren und meine eigenen Linien im ausgedehnten Pulverschneeschüssel in Großeck-Speiereck zu zeichnen.

Zauberhafte Skitouren

Während man bekommt das Gefühl, dass man wirklich in der Natur fährt, wenn man abseits der Pisten in einem Skigebiet fährt, ist das wirklich nicht so. Du bist immer nur ein paar hundert Meter oder so weg von einem Skilift oder einer Skipiste. Aber beim Skitouren ist das ganz anders. Im früh Winter habe ich mir Skitourenausrüstung in der Erwartung von geschlossenen Skigebieten besorgt. Da das nicht der Fall war, habe ich diese Ausrüstung nicht so oft genutzt, als ich ursprünglich vorhatte. Allerdings bin ich ab und zu mit anderen auf einem Abenteuer durch das Backcountry gegangen.

Damit unterscheidet sich eine Skitour vom Alpinskifahren. Du fühlst dich wirklich in der Natur und sie ist so viel anstrengender in Bezug auf Fitness, aber die Stille und die Friedlichkeit haltet man in Schwung. Das Gefühl ist fast unbeschreiblich, wenn man so eine Chance hat, neue wenige begangene Wege zu entdecken. Um es milde auszudrücken waren die Ausblicke auf die Taler unwiderstehlich und die haben mich immer motiviert, die Gipfel zu erreichen. Ich war nicht so oft beim Skitouren, aber die, die ich gemacht habe, haben mir wirklich Spaß gemacht.

Langsam kommt der Sommer

Alles hat einmal ein Ende und langsam kommt die Skisaison zum Ende. Dennoch stehen neue Erfahrungen vor der Tür! Jetzt bin ich bereit zu erfahren, was der Lungau hat, uns während des Sommers anzubieten. Wanderungen, Fahrradfahren und Klettern – für sie bin ich begeistert und ich bin mir sicher, dass ich Winter nicht allzu lange einer Zeit vermissen werde. Aber in den nächsten Wochen werde ich noch den Schnee genießen, bevor das warme Wetter kommt!

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